Dienstag, 26. Februar 2013


S'thandokuhle Creche

S'thandokuhle Creche

S'thandokuhle Creche

Umdloti Beach

S'thandokuhle Creche

"Pictures are worth a thousand words"


Southbroom Beach

Southbroom Beach

Southbroom Beach

Molweni Creche

Southbroom Beach

Molweni Creche

Southbroom Beach

Southbroom Beach

S'thandokuhle Creche

S'thandokuhle Creche

S'thandokuhle Creche

S'thandokuhle Creche

Inanda Dam

Inanda Dam

Dienstag, 12. Februar 2013

Die "andere" Seite..


Mein Leben in Hillcrest untescheidet sich um Welten von dem in Manguzi...

Unterkunft

Meine Gastfamilie (Lawrence, Gill, Euan + Oliver) leben in einem "Country Estate", d.h. ein Häuserkomplex welcher von einem riesigen Sicherheitszaun umgeben ist, in dem die Häuser aber frei stehen und man sich nicht wie "eingesperrt" vor kommt.
Alle 4 sind total lieb und ich komm' soweit super mit ihnen aus...sie haben mich herzlich aufgenommen und  beziehen mich total in ihr Familienleben mit ein.

Hillcrest Aids Center Trust (HACT)

Einmal in der Woche arbeite ich im HACT, welches als Projekt der methodistischen Kirche in Hillcrest begonnen hat, nun aber selbstständig fungiert und eine immense Reichweite hat.
Die Tatsache, dass ca. 40 % der Erwachsenen in KwaZulu-Natal HIV positiv sind und 40 % der Bevölkerung Süd-Afrikas keine Arbeit haben, veranlasste das HACT mehrer Projekte zu starten.
So gibt es nicht nur die Möglichkeit Beratung für von HIV betroffene Menschen zu bekommen, sondern auch Teilnehmer eines "Income Generation Projects" zu werden. 
Viele Handwerk Projekte (über Recycling, Gärtnern, Häkeln und Nähen) bieten die Möglichkeit Geld zu verdienen. "Woza Moya" bietet ca. 300 Frauen die Möglichkeit ihre wunderschönen Perlen-Geflechte und Kunstwerke abzugeben und für ein kleines Einkommen zu sorgen.
Durch Essens- und Kleiderausgabe, welche durch Spenden finanziert werden, Granny Groups und Gemüsegärten im "Valley of the 1000 Hills" versucht man der Armut entgegen zu wirken und den Menschen eine Basis zum Leben zu geben.

Außerdem gibt es eine "Respite Unit", welche schwer Kranken die Möglichkeit gibt intensive Betreuung zu bekommen und Begleitung in den letzten Wochen ihres Lebens zu erfahren. Jedoch können ca. 60% der eingelieferten Kranken wieder entlassen werden, in einem weit aus besseren Zustand als zu vor. 40 % der Patienten wird die Möglichkeit gegeben in Würde zu sterben, jeder bekommt einen Platz im "Memorial Garden" und der Familie wird Zeit gegeben Abschied zu nehmen.
Die 24 Betten in der Respite Unit sind meistens belegt und werden von nationalen und internationalen Firmen oder Privatleuten finanziert. 

Seit neuestem fährt zwei Mal wöchentlich eine Gruppe von Beratern in Primary Schools um hier über HIV zu informieren.
Ich helfe vor allem beim Essen ausfahren aus, darf aber auch mit in die Schulen oder helfe bei "Woza Moya" aus.Im HACT gibt es immer etwas zu tun und es ist unglaublich, wie nach dem Motto der "bedingungslosen Liebe" für die Kranken gesorgt wird...


"The may be small, but they have made a big differnce to me and my family. I was dying when I started making them, and I haf nothing to live for...
I now have a house, my children are going to school and I have a reason to live.."
Eine Künstlerin, über die "Travellers" (kleine Perlenmenschen, welche bei den Künstlern gemacht werden)

Hillcrest Methodist Church (HMC)

Die anderen Tage der Woche helfe ich in der HMC. Vor allem die Kinder- und Jugendarbeit darf ich hier begleiten und mich mit eigenen Ideen einbringen. Außerdem darf ich viel Musik machen und in den verschiedensten Projekten mithelfen.
Einmal in der Woche darf ich mit in die Creches/Vorschulen im "Valley of the 1000 Hills", welche von der HMC unterstützt werden, und hier Bastelarbeiten mit den Kinds machen, oder etwas Englisch unterrichten. Außerdem darf ich Krankenbesuche machen und einfach mit anpacken wo es eben gerade nötig ist...
Die Atmosphäre im Büro und der Kirche ist unglaublich liebevoll und es gibt immer etwas zu lachen. Das Team ist total dynamisch, ziemlich jung und einfach total herzlich! Da kann man sich nur wohl fühlen:)


Immer wieder muss ich mir in Erinnerung rufen, dass auch das hier ein Teil von Afrika ist, auch wenn es mir so "unafrikanisch" vorkommt. Es fällt mir einfach schwer zu akzeptieren, dass fünf Kilometer außerhalb der Stadt riesige Armut herrscht...
Heute habe ich ein Ehepaar aus Zimbabwe besucht, die vor 6 Wochen einen kleinen Sohn bekommen haben. Sie leben in einem winzigen Zimmer zu dritt, haben kein fließendes Wasser in ihrem Zimmer und kaum Raum sich zu bewegen.
Da tut es sehr weh zu wissen, dass mein Zimmer hier drei mal so groß ist und ich alleine darin lebe... 

Es ist trotz alle dem zu sehen, dass sich die Menschen Mühe geben und versuchen sich einander zu helfen. Mein Gastfamilie hat ihrem Gärtner und ihrer "Magd" ein neues Haus gebaut, HMC versucht ihre Missionsarbeit immer weiter ausweiten und das HACT arbeitet mehr als erfolgreich...
Ich bin dankbar, auch diese "andere" Seite kennen zu lernen und trotzdem noch "helfen" zu können - im Moment will ich noch nicht über meine Abreise in weniger als 6 Wochen nachdenken :(

Anyway, enjoy the pictures!:)


Africa Cup of Nationas - Bafana Bafana vs. Angola


Shongweni Dam  - Township, das durch die Projekt von HACT and HMC erreicht wird


Creche-Besuch



Creche-Besuch

Handwerksarbeit im HACT für "Wozy Moya"


"Izingadi Zethemba" (Gardens of Hope, HACT)


Besuch am Strand, Umhlanga Rocks


Hillcrest Methodist Church

afrikanische Kunstwerke auf dem wöchentlichen "Farmer's Market"


Oliver, Euan + Ich







Sonntag, 13. Januar 2013

Weihnachten, Neujahr, Hillcrest...


Weihnachten + Neujahr

Die Tage vor Weihnachten habe ich in Mafikeng (Nord-West-Provinz) verbracht und nochmal eine ganz andere Seite von Süd-Afrika kennen gelernt. Meine Gastfamilie hat mir viel über die Tswana-Kultur und die Geschichte Süd-Afrikas erzählt und mich sehr herzlich aufgenommen! Außerdem haben sie mit mir einen Trip zum Mafikeng Nature Reserve unternommen (drittes Tier der BIG 5 - check!) und es mir etwas leichter gemacht mich wieder an die Zivilisation zu gwöhnen:)  Ein bisschen traurig war ich dann aber schon als sie mir verkündet haben, dass sie kein Weihnachten feiern... 
Umso schöner war es dann an Heilig Abend einen Anruf von zu Hause zu bekommen, "Ihr Kinderlein kommet" vorgetragen zu bekommen und jedes Geschwisterle mal am Telefon zu haben:)
Außerdem kamen am 25. Dezember meine Eltern!
Mit zwei rießen Koffern voller Spenden (Fußbälle, Rucksäcke, Mützen, Stifte, Taschenlampen & Co.) und ganz vielen kleinen + großen Überraschungen!
Als ich im Hotelzimmer Mamas Koffer aufgemacht habe, sind mir nicht nur Laugenweckle, Bretzeln, Gsälz, Maultaschen und weitere deutsche Leckereien entgegen gepurzelt (meine Mama ist eine kleine Schmugglerin!), sondern auch viele liebe Briefe und Geschenke von zu Hause! Ich hab mich so gefreut, danke! ♥
Am nächsten Morgen wurden die Spenden bei meiner Gastmama in Waterloo abgeliefert und dann ging die zweiwöchige Tour durch Süd-Afrika los!
Über die Drakensberge, den Vaal Dam und das Suikerbos-Nature Reserve ging es nach Johannesburg. Von da aus mit dem Flugzeug nach Kapstadt. Hier haben wir ein extrem stürmisches Neujahr verbracht (auf dem Signal Hill oben hatten wir das Gefühl, dass unser Auto gleich abhebt!) und fest stellen müssen, dass private Feuerwerke in Süd-Afrika verboten sind. Das große Feuerwerk an der V&A Waterfront war dafür umso schöner! 
Eine Stadtrundfahrt, eine Tour zum Cape of Good Hope runter (das Wasser war eiskalt!) und Kässpätzle machen waren die großen Highlights! Außerdem hat meine Mama ganz früh morgens eine weiter Überraschung parat gehabt: Sie hat leckeren Hefezopf gebacken - einfach genial!
Über Stellenbosch, wo wir mehrere Weinproben und super Weinberg-Aussichten genossen haben, ging es dann die Garden Route hoch über Virginia und Jeffrey's Bay. Das "Mekka der Surfer" in Süd-Afrika war wirklich super und der Strandspaziergang am Abend einfach schön. Von Port Elizabeth ging unser nächster Flieger dann wieder zurück nach Durban.
Von da aus in den Norden von KwaZulu-Natal nach Hluhluwe (nur zwei Stunden von meinem ehemaligen Einsatzort Manguzi entfernt). Eine siebenstündige Safari durch den Hluhluwe-Imfolozi Game Park, einen Ausflug nach Sodwana-Bay (wunderschöne Bucht am Indischen Ozean) und einen Abstecher nach Manguzi haben meinen Eltern einen kleinen Einblick über meine letzten drei Monate in Süd-Afrika gegeben.
Den letzten Abend haben wir dann in einem wunderschönen Hotel an Durban's North Beach verbracht und bei einem leckeren Abendessen plus Rock Shandy die gemeinsamen zwei Wochen ausklingen lassen.

Abgesehen von einer etwas gewöhnungsbedürftigen Backpacker Unterkunft (die in Süd-Afrika nicht wirklich zu empfehlen sind...) hatten wir super schöne Unterkünfte, ob mit oder ohne Strom, leckeres Essen, tolle Sonnenuntergänge und -aufgänge, viele Afrika-Erlebnisse (samt unfreiwilliger Fahrt durch Downtown Soweto und BIG 5 Experience) und  ganz viel Spaß!

Hillcrest

Bevor meine Eltern dann dienstags den Heimweg angetreten haben, haben sie mich noch an meinem neuen Einsatzort in Hillcrest abgesetzt um sicher zu gehen, dass dieses Mal alles in Ordnung geht.
Wir wurden sehr herzlich mit Kaffee und Kuchen empfangen und haben das Aids-Zentrum in dem ich teilweise arbeiten werde besichtigt.
Nicht nur meine Arbeit hier (v.a. werde ich die Kirche in der Kinder- und Musikarbeit unterstützen), sondern auch meine Lebensumstände unterscheiden sich komplett von Manguzi!
Hillcrest hat ca. 100.000 Einwohner, ist eine wohlhabende Gegend und wird vor allem von weißen Süd-Afrikanern bewohnt.
Ich wurde sehr herzlich von meiner Gastfamilie aufgenommen und habe ein rießen Zimmer mit eigenem Bad und eben ganz viel Luxus drum und dran.
Es fällt mir noch etwas schwer mich an diesen Luxus zu gewöhnen und vor allem ihn zu genießen, wenn ich an die Creche-Kids in Manguzi denke. Die Unterschiede zwischen Arm und Reich in diesem Land sind einfach gewaltig und überwältigen mich immer wieder auf das neue...
Genaueres über meinen Einsatzplan weiß ich leider noch nicht, mir wurde aber versprochen, dass ich mit in die umliegenden armen Dörfer fahren darf und dort Projekte (Creches, Vorschulen) unterstützen darf die von der Hillcrest Methodist Church ins Leben gerufen wurden.

Die letzten zehn Wochen gehen bestimmt im Flug vorbei und ich freu mich schon sehr auf viele neue Erfahrungen und bin gespannt was hier noch alles auf mich wartet.