Donnerstag, 20. Dezember 2012

Kapstadt






Groot Constantia mit Tafelberg im Hintergrund

Ich hätte doch Weinkönigin werden sollen Papi;)

Yeah, richtige Touris eben:)

Peakman's Dirve: South African Volunteers



eines von einer Süd-Afrikanerin gebundenes Kopftuch gegen die Sonne:)

Top of Table Mountain





Kapstadt: Traumstrände mit tiefblauem Meer, malerische Häfen, bunte Townships, gemütliche Vororte, Weinberge, Nachtleben mit leckeren Cocktails und natürlich eine wunderschöne Berglandschaft die mit dem Tafelberg die ganze Stadt überthront:)
Eine Woche mit fünf anderen deutschen Freiwilligen der Weltmission aus Namibia, Mosambik + Süd-Afrika in dieser tollen Umgebung, genau die Art von Urlaub die ich nach den anstrengenden letzten Wochen gebraucht hab!
Wir haben uns von Anfang an ziemlich dem Touri-Dasein hingegeben. Die Tage waren von morgens bis abends durchgeplant, damit wir so viel wie möglich sehen können.
Zwei Stadtrundfahrten mit Hop-on/Hop-off Bussen haben uns etwas mehr von der Rolle Kapstadts in Süd-Afrikas Geschichte nahe gebracht und uns außerdem eine leckere Weinprobe, eine romantische Kanalbootfahrt und eine Nachtfahrt zum Signal Hill mit schönem Sonnenuntergang beschert.
Die Bus-Tour zum Cape Point und Kap der guten Hoffnung mit leckerem Picknick, einer kleinen Radtour und einem Ausflug zu einer Pinguin-Kolonie waren ihr Preis echt wert. Leider mussten wir fest stellen, dass sich die Ozean eben doch nicht dort unten treffen, der Wind der uns da unten um die Ohren geweht ist hat uns dafür ein bisschen Weltuntergangsstimmung nahe gebracht;)
Natürlich haben wir auch gemeinsam den Tafelberg erklommen und sind ihn wieder herunter geklettert, was wir am Tag danach noch gespürt haben. Auch wenn wir nur 30 Minuten lang die einmalige Aussicht da oben genießen konnten (es wurde zu windig und uns wurde geraten lieber wieder runter zu klettern) war es die Anstrengung auf jeden Fall wert!
Das Wasser an den Stränden um Kapstadt herum ist leider ziemlich kalt und auch der Wind der an den Stränden weht kann in Kombi mit dem Sand echt schmerzhaft werden…trotzdem war allein der Blick auf die schönen Strände, mit den hohen Wellen und den Bergen im Hintergrund wunderbar anzuschauen:)
Gewohnt haben wir übrigens alleine in einem wirklich riesigen Haus mit unendlich vielen Schlafzimmern, mehreren Bädern und einer großen Küche auf dem Grundstück des „Marsh Memorial Home for Children“ in Rondebosch, einem Projekt der methodistischen Kirche Süd-Afrikas.
Gemeinsames Kochen, Entspannen in unserer „Bibliothek“ mit dem einen oder anderen Drink und das Austauschen unserer Erfahrungen haben einfach gut getan. Obwohl wir alle in total unterschiedlichen Umgebungen leben, haben wir doch irgendwie fest gestellt, das Afrika eben Afrika ist! Ganz „männlich“ (laut Chris unsere Zimmerparole) haben wir am letzten Abend dann zum Abschluss noch eine riesen Wassermelone geschlachtet und hatten unseren Spaß sie bis zum Grund abzunagen – oder eben auch nicht;)
Die vielen Fotos die wir gesammelt haben (jeder hat was dazu beigesteuert, aber v.a. den Chris sollte ich aus Copyright-Gründen hier erwähnen, gell?:)) werden eine super Erinnerung sein…
D a n k e s c h ö n ihr Lieben, ihr habt mir auf jeden Fall ein Highlight in meiner Süd-Afrika Zeit beschert!:)


Samstag, 1. Dezember 2012

Bye Bye Manguzi!

Nach langem hin und her steht es jetzt fest: Am Montag werde ich Manguzi endgültig verlassen und umziehen!
Wohin? Fragt mich nicht:)
Aber von Anfang an…

 

Nachdem sich immer mehr Menschen um meine Sicherheit hier gesorgt haben, ich mich teilweise schon sehr einsam gefühlt hab und auch nicht wirklich willkommen,

hat die EmK Weltmission in Absprache mit der Mission Unit hier in Süd-Afrika und natürlich in Absprache mit mir beschlossen mich zu versetzen.

Alleine, als 18jähriges, weißes Mädchen ist es hier einfach nicht sicher genug (deshalb schicken andere Organisationen auch immer nur Gruppen hier her…) und da mir die Situation einfach immer mehr zu schaffen gemacht hat, bin ich echt froh, dass mir die Entscheidung abgenommen wurde.

Das Ganze hat natürlich zwei Seiten:

Meine ganzen Kids werden mir sowas von fehlen!!!!!!!!!!!!!!!!!!:(

Der Abschied heute bei der Jahresabschlussfeier in der Creche und auch der Abschied in der Schule letzten Dienstag sind mir echt nicht leicht gefallen.
Schließlich waren es gerade die Kids die mich jeden Tag immer wieder motiviert haben, zum Lachen gebracht haben und wegen denen es sich gelohnt auch ein bisschen zu kämpfen in den letzten Wochen!
Die ganzen positiven Rückmeldungen die ich über meine Arbeit mit den Kleinen bekommen hab waren echt überwältigend…

Aber auf der anderen Seite, bin ich auch erleichtert wo anders hin zu kommen, vor allem Menschen um mich rum zu haben!
Vor allem bin ich gespannt was Süd-Afrika noch so für mich parat hat…

 

Ich bin dankbar für die letzten zwölf Wochen in Manguzi: Ich hab so viele Sachen neu schätzen gelernt die für mich in Deutschland selbstverständlich waren (Strom, warmes Wasser, Sauberkeit, Sicherheit) und konnte miterleben wie die Menschen hier trotz der Armut glücklich leben  und sich an ganz kleinen Sachen erfreuen können!

 

Der Dezember wird jetzt erst mal zu einer ziemlichen Rumreiserei für mich: Erst von hier nach Durban, dann von Durban nach Kapstadt, von Kapstadt nach Johannesburg, von Johannesburg nach Mafikeng, von Maifkeng wieder nach Durban. Dann zurück nach Johannesburg, von da aus nach Kapstadt und über Port Elizabeth dann wieder nach Durban!:)
Ich bin schon riiiiiiiesig gespannt auf diese fünf Wochen. Freu mich auf die Zeit mit Irina und den anderen deutschen  Freiwilligen aus Namibia + Mosambik  und freu mich vor allem auf meine Eltern Ende Dezember. Danach gibt es bestimmt sehr viel zu berichten, viele Bilder von ganz vielen unterschiedlichen Orten und viele Erlebnisse, die man sein ganzes Leben nicht mehr vergisst…

 

Über meine neue Arbeitsstelle weiß ich leider noch nichts, außer dass es etwas mehr in der Zivilisation sein soll (in der Nähe von Durban).

Ich werd also fünf Wochen mit Sack + Pack durch Süd-Afrika reisen und darf gespannt sein was mich danach erwartet…

Werd euch auf dem Laufenden halten:)

Sonntag, 18. November 2012

Cross-Cultural Thanksgiving

Dieses Wochenende durfte ich mein erstes amerikanisches Thanksgiving erleben…natürlich außerhalb von Amerika, in Süd-Afrika!
Eingeladen von 8 Peace Corps Volunteers aus den USA und der Gastfamilie einer Freiwilligen, hatten wir einen wirklich schönen Samstagnachmittag- und Abend!
Acht Amis, sieben Süd-Afrikaner und eine Deutsche – kein Strom, kein fließendes Wasser, aber eine riesen Küche mit einem Mini-Gasherd…da war was los!

Brianna, unsere Gastgeberin, lebt nur ca. einen 30minütigen „Bakkie-Ride“ (Fahrt auf einem Pick-up mit ausgepolsterter Ladefläche) von Manguzi entfernt und hat uns alle herzlich empfangen.

Jeder hat etwas zum Essen mitgebracht (von Salat, über Apple-Crisps, Cookies und Kässpätzle:)), das meiste wurde aber frisch vor Ort gekocht.
So gab es grüne Bohnen, leckere Brötchen, vier Hühnchen (als Truthahn Ersatz), Erbsen, Kartoffelbrei, Marshmallow überbackene Süßkartoffeln, Apfelkompott, Rote Beete Salat und noch vieles mehr (vielleicht könnt ihr auf dem Teller ja noch etwas ausmachen).

Gegessen wurde draußen, an einer echten „Thanksgiving-Tafel“ mit Kerzen und traditionell geschmückten Wänden (es wurden Sticker angebracht, worauf schreiben konnte für was man dankbar ist).

Es war wirklich eine schöne Runde und mir tat es sehr gut mich mit den Amis austauschen zu können und einfach unter Leuten zu sein!
Nachdem wir alle extrem vollgestopft waren, ging es auf einen kleinen Spaziergang durch einen wunderschönen Gummibaum-Wald, zwischendurch wurde immer wieder Frisbee gespielt oder American Football mit einem improvisierten Rugby-Ball. Dann wurde zusammen abgewaschen, ohne fließendes Wasser eine ganz schöne Wasserschlepperei, und dann wurde einfach zusammen entspannt, geschwätzt oder „Bananagrams“ („It is like Scrabble, only fun!“).

Nachdem es dunkel war wurde es dann richtig kuschelig mit den ganzen Kerzen und Decken die wir gebraucht haben, weil es nach dem extrem heißen Tag empfindlich kalt wurde. Der Toilettengang war auch besonders, da es ja kein fließendes Wasser gibt, muss man sich eben mit einer Art Plumpsklo begnügen…

Geschlafen hab ich erstaunlich gut im Schlafsack und dem eher harten Bett (ohne Matratze, nur das Bettgestell).

Für mich war es ein super Wochenende, mit tollen Leuten um mich rum und etwas Abwechslung vom Alltag und der Einsamkeit, in der ich manchmal wieder find.

Die Rückfahrt (bei Regen) war auch ein einmaliges Erlebnis: Ein Pick-up hat uns mitgenommen, aber kein offizielles Bakkie (das heißt keine gepolsterte Ladefläche), d.h. wir standen zu acht auf der Ladefläche hinten. Haben uns krampfhaft an der Stahlkonstruktion festgehalten, während der Fahrer wie ein Irrer über die Matschpiste gerast ist. Wow, da sah man danach erstens aus wie Sau und außerdem hatte man während der Fahrt die ganze Zeit Angst, dass es einem gleich den Rucksack oder den Schlafsack weg fegt.

Zum Glück sind wir alle gesund in Manguzi angekommen und außerdem: Die Fahrt war kostenlos, also hat es sich gelohnt:)

 

Samstag, 10. November 2012

Tembe Elephant Park (08-11-2012)

Der „Tembe Elephant Park“ liegt nur ungefähr 40 min von meinem Zuhause entfernt und auf der ehemaligen „Elfenbein-Straße“ zwischen Mosambik und dem Zululand.
Es ist BIG 5-Gebiet, d.h. man findet hier Löwen, Elefanten, weiße und schwarze Nashörner, Leoparden und Buffalo.

Die Elefanten in dieser Region gehören zu den größten in Süd-Afrika und somit auch zu den größten in der Welt.
Letzten Donnerstag hatte ich endlich die Chance, dieses wunderschöne Naturreservat anzuschauen.

In einer dreistündigen Safari hab ich endlich meine ersten afrikanischen Elefanten in freier Wildbahn gesehen…aber von Anfang an:
Eigentlich wollten wir schon Mittwoch gehen, aber dank der genialen afrikanischen Zeitplanung und dem super Organisationstalent der Verantwortlichen (nicht!) hat das leider  nicht geklappt.
Umso glückliche war ich dann wiederum, als es Donnerstag dann soweit war. Zwar war das Wetter überhaupt nicht schön: es war kalt, hat geregnet und war extrem bewölkt aber da die Tour schließlich gebucht war, mussten wir sie auch wahrnehmen.
Die Wahrscheinlichkeit bei diesem Wetter viele Tiere zu sehen ist ziemlich gering, da die sich da natürlich auch lieber im Busch verkriechen.
Wir hatten aber ziemlich Glück! Und so hab ich gleich nach fünf Minuten eine Giraffe entdeckt. Rückwärtsgang rein und dann haben wir die Giraffe in aller Ausführlichkeit bestaunt.

Es war leider die einzige die wir gesehen haben, aber eine ist besser wie keine!
Weiter gings und so sind uns ganz viele Impalas, Kudus und noch weiter Tiere verkommen, deren Namen ich leider nicht behalten konnte.

Auch ein paar Zebras haben wir gesehen, die waren aber leider weit weg, sodass man nur das Muster von weitem erkennen konnte.
Irgendwann war es dann soweit: Der erste Elefant kam aus dem Busch raus spaziert und hinter ihm der nächste, dann der nächste und irgendwann stand eine ganze Herde vor uns.

Große und Kleine, insgesamt 9 Stück, ganz dicht an unserem Auto. Der „Chef-Elefant“ hat dann erst noch einen kleinen Aufstand gemacht,  sodass meine Gastmama ganz schön Angst bekommen hat.
Ich, ganz Touri-Like, fand das aber extrem spannend und hab natürlich Bilder ohne Ende geknipst. Die Herde hat dann vor uns die Straße überquert und ist über das Steppenland weitergezogen.
Von der schönen Natur und den vielen, bunten Vögeln die hier eigentlich anzutreffen sind, hab ich leider nicht viel gesehen, da das Wetter einfach zu schlecht war.
Außerdem sind uns keine Nashörner und Löwen verkommen, dafür aber ganz schön viele Buffalo.
Ich hoffe ich bekomme irgendwann nochmal die Chance nach Tembe zu gehen, bei etwas schönerem Wetter um den Park dann in seiner vollen Pracht zu sehen!
Der schöne Tag wurde dann noch von einem leckeren Abendessen (ja, es war wirklich lecker!) in einer angrenzenden Lodge abgerundet.


Montag, 29. Oktober 2012

Alltagserlebnisse...

Beim Joggen: Wenn ich meine Runden auf dem „Bolzplatz“ hier morgens um 5:00 Uhr dreh (Sandplatz, auf dem ich jedes Mal Angst um meine Füße bekomme) bin ich meistens nicht allein.
Denn es ist sowas von interessant einem weißen Mädel beim Joggen zu zusehen, sie anzufeuern oder einfach stehen zu bleiben und zu winken und zu lachen –
oh wie ich meine Süd-Afrikaner liebe:)

 

Beim Essen: Wenn sich jemand fragen sollte was ich denn so esse, hier ein kleiner Einblick in meine Essensgewohnheit der letzten Woche.
Seit Donnerstag-Abend gab es bei jeder Mahlzeit (Frühstück ausgenommen) Reis. Ich denke die Frage, was heute Abend gekocht wird erübrigt sich hiermit…:)

 

Bei einem Fest: Als wir am Samstag auf einem Fest zu Besuch waren (ich weiß bis heute noch nicht was genau gefeiert wurde), wurde mir das erste Mal so richtig die „Fleisch-Besessenheit“ hier bewusst.
Als erstes wurde uns ein Teller mit Essen gebracht, darauf zu finden: Ein riesen Brocken Fleisch, der dann klein geschnitten wurde, sodass jeder sich davon nehmen konnte.
Danach kam der nächste Teller, mit Fleisch. Dann noch einer, wieder mit Fleisch…
Fleisch, Fleisch, Fleisch: gekocht, gebraten, in Öl gebadet. Chicken, Beef, Pork – Welcome to South-Africa!

Kirche im Grünen: Da meine Gastmama Pastorin ist, reise ich Sonntags Morgens oft mit ihr zu anderen Gemeinden. Dem letzt hatte ich eine ziemlich interessante Reise.
Nach einer ein stündigen Safari mitten durch den afrikanischen Busch (es haben echt nur noch die Tiere gefehlt, weil ich die Hoffnung auf eine Kirche schon längst aufgegeben hatte), haben wir dann doch noch die Gemeinde erreicht. Mit Meeresrausch im Hintergrund, 20 weiteren Gottesdienstbesuchern und Temperaturen über 30° am frühen Morgen wurden dann Gottesdient gefeiert –
natürlich auf Zulu-Art: Viel Musik, Getanze, Getrommel und Gerede.
Ich denke, das Bild sagt mehr als Worte:)

 

In der Stadt: Wenn ich mich ungefähr einmal in die Woche auf den Weg in die Stadt macht, bietet sich mir jedes Mal das gleiche Prozedere. Jungs die mir scharen weiße hinter herlaufen, Jungs die mich nach meiner Handy-Nummer fragen oder einfach nur stehen bleiben und mich anstarren oder Jungs, die mir Heiratsanträge machen. Am Anfang fand ich das noch sehr lustig alles, dachte ich mir halt „Schüchtern sind die Leute hier wirklich nicht!“, langsam beginn ich mich aber auch etwas unwohl bei der Sache zu fühlen – ich bevorzuge es inzwischen nicht mehr allein in die Stadt zu gehen, ist einfach sicherer und mit weniger unschönen Vorkommnissen verbunden…

 

 

 

 

Montag, 15. Oktober 2012

Manguzi Primary School

Teil 2 zu meiner Arbeit in Süd-Afrika:

 

Meine Woche beginnt Montags und Dienstags mit dem Unterrichten in der „Manguzi Primary School“. Hier sind Klasse 1 – 7 zu Hause und außerdem noch eine weiter Creche für die ganz Kleinen.
Ich bin vor allem in Klasse 3 tätig, helfe aber auch viel in Klasse 1,2 und 5 aus. Es gibt also viel zu tun :)

Der Tag in der Schule beginnt um 8.00 Uhr mit einer Versammlung auf dem Schulhof. Hier werden dann die Schüler begrüßt, sie grüßen die Lehrer zurück und außerdem wird oft gemeinsam gesungen und gebetet. Das ist echt ein unglaubliches Flair wenn ca. 300 Kids auf einem Haufen zusammen sind und singen! Danach wird jede Klasse in ihr Klassenzimmer entlassen und der Unterricht beginnt.
Da die Workbooks der Schüler ziemlich einfach gemacht sind und auch alles gut dargestellt ist, muss ich meistens nicht viel Unterricht vorbereiten. Schreib mir aber jeden Abend einen Zettel mit Themen und Vokabeln die neu sind und die ich vor hab mit den Kids zu machen. Liebevoll nennen sie mich alle „Miss Franziska“ und das ein oder andere mal ruft dann auch einer mal „Sugar“ in den Raum, was meistens für großes Gelächter sorgt:)
Die Schüler sind schon ziemlich laut und ich musste mich auch erst an den Lärm gewöhnen. Vor allem die Kleinen in der 1. Klasse sind meistens einfach ein unbändiger Haufen…
Ich helfe vor allem beim Geschichten lesen, sodass ihre Aussprache besser ist (der Zulu-Akzent ist wirklich schwer verständlich manchmal: teachaaaa (=teacher), seveeenty (=seventy), usw.). Deshalb läuft im Unterricht viel mit Vorsprechen und Nachsprechen ab, so sind es die Schüler gewohnt. Ich versuch aber die Schüler immer mehr dazu zu bringen auch selbstständig zu arbeiten.

Das ist manchmal gar nicht so einfach, weil es wirklich krass ist, dass manche in der 3. Klasse noch nicht richtig schreiben können oder auch lesen noch nicht flüssig läuft. Es ist manchmal also wirklich eine Herausforderungen, vor allem wenn man bedenkt, dass sie ja kaum Englisch verstehen.

Es gibt eine große „Lunch-Break“ von 10.00 – 11.00 Uhr in der es dann Essen gibt: Zwei aus der Klasse laufen mit zwei Eimern zur Küche und bringen sie voll zurück (meistens Reis oder Brei und eine Art Fleischsoße). Dann gibt es ein paar Teller die mit Tassen befüllt werden und dann wird geteilt! Besteck gibt es nicht, jeder benutzt seine Hände und fasst mal in das Teller und mal in das… Am Anfang fand ich das doch ziemlich unhygienisch, aber wenn man bedenkt, dass es für manche Kinder die einzige gescheite Mahlzeit ist, versteht man gut, dass sie da nicht so zimperlich sind.
Sonst spielen sie oft Fußball oder Fange, außerdem kommen immer ein paar Frauen aus der Stadt mit ihren Körben und verkaufen als eine Art „Kiosk“ Süßis, selbst Gebackenes usw.
Da fahren die Kinder immer total drauf ab und laufen dann alle mit Wassereis rum, dass sie aus Plastikbeutel raussupfen.

Der Schultag endet für die Schüler meistens um 14.00 Uhr, sie müssen danach aber noch Fegen, da der Sand hier einfach überall ist und auch überall hin weht. Wir Lehrer dürfen dann um 14.30 Uhr gehen.
Die Tage in der Schule sind zwar echt anstrengend, aber es ist dann auch echt toll in den Pausen mit den Älteren Schülern quatschen zu können (so gut es eben geht) und die Kleinen anzulächeln, die meistens einfach nur vor mich stehen und mich anstarren:)



Samstag, 13. Oktober 2012

Uuuuuurlaub:)

Die erste Woche Urlaub hab ich auch schon hinter mir:)
Vom 01. bis zum 05. Oktober waren hier Schulferien und die Zeit hab ich gleich genutzt um Irina, die zweite Freiwillige aus Deutschland in Süd-Afrika zu besuchen.
Sie ist zur Zeit in Howick zu Hause, einer relativen großen Kleinstadt in der Nähe von Pietermaritzburg, also etwas weiter im Inland.
Ich hab mich ziemlich darauf gefreut sie zu sehen, wieder etwas Deutsch zu schwätzen und einfach Erfahrung austauschen zu können – auch wenn unsere Erfahrung mit Süd-Afrika total unterschiedlich sind!
Sie lebt eher unter weißen Süd-Afrikanern und kommt vor allem bei ihrer Arbeit in der Schule mit den Zulu-Kindern in Kontakt, während ich ja eigentlich nur mit Zulus zu tun habe.
Der Apartheid-Gedanke kam mir hier noch ziemlich aktuell vor, obwohl sie ja offiziell seit fast 20 Jahren vorbei ist…
Den „Luxus" bei ihr daheim hab ich aber ziemlich geniessen können: Teppichboden, Waschmaschine, Spülmaschine, eine gescheite Dusche und schnelles Internet:)

Wir sind zweimal zu den Howick Falls (dem Wasserfall für den Howick berühmt ist) gelaufen und haben auch eine Wanderung zum Fuß vom Wasserfall gemacht, außerdem waren wir lecker Milkshake trinken und haben ein bisschen Touri-Shopping in vielen kleinen, süßen Läden unternommen. Gemeinsam haben wir dann auch echt schwäbisch gekocht (leckere Kässpätzle) und Muffins gebacken, die wir dann zur „Tea-Time" (wow, trinken die da viel Tee!) genossen haben:)
Donnerstags sind wir mit der Ethembenie-Organisation in ein Township nahe Howicks gefahren. Ethembenie versorgt hier arme Familien mit Essenspaketen und bringt ihnen außerdem den christlichen Glauben nahe. Diese Erfahrung war wirklich einmalig: Die Leute leben hier in extrem armen Verhältnissen, dass sehe ich hier zwar öfters von Weitem, aber so von Nahem hat es doch nochmal eine ganz andere Wirkung auf mich gehabt. Ich hab zum Beispiel ein kleines 2 Monate altes Baby auf dem Arm gehalten, dass nur 3 kg gewogen hat und es tat einfach weh zu sehen wie die Menschen dort leiden müssen!
Trotz allem hat man in den Gesichtern der Leute gesehen wie sie sich gefreut haben als wir gekommen sind, die Kinder sind meistens raus gerannt gekommen und haben darauf gewartet bis wir endlich die Essenspakete überreicht haben:)

Meine Heimfahrt von Howick war dann auch ein Erlebnis, das man in Süd-Afrika auf keinen Fall missen sollte: Eine Fahrt mit einem „Taxi"!
15 Menschen samt Gepäck, dicht aneinander gequetscht in einem Minibus. Ein Fahrer der die komplette 5 Stunden Fahrt durchtelefoniert hat und sich eigentlich wenig um irgendwelche Verkehrsvorschriften gekümmert hat. Musik die so laut aufgedreht ist, dass jeder Unterhaltungsversuch zwecklos ist und ich, als einzige Weiße, mitten drin (okay, ich hatte ziemlich Glück weil mir der Beifahrersitz angeboten wurde…aber trotzdem, ein einmaliges Erlebnis!).

Vor der Taxifahrt hab ich am Taxistand dann auch schon die ersten Heiratsanträge bekommen (natürlich abgelehnt;)), und Küsse von teilweise zahnlosen Männern zugeworfen bekommen (wääääh!), außerdem wurde versucht mir allerhand Kruscht anzudrehen! Ich musste echt Lachen teilweise, hab dann aber doch das Autofenster hochgekurbelt weil ich mich bisschen bedrängt gefühlt hab…
Ich wird zwar wahrscheinlich noch das ein oder andere Mal mit einem Taxi reisen müssen, mein Lieblingsverkehrsmittel wird es aber glaub nicht:)
Aber es ist extrem billig…nur 15€ für eine 5-stündige Fahrt!

Müde aber ziemlich erleichtert war ich dann schon als ich wieder sicher „daheim" in Manguzi angekommen bin und von meiner Gastmama abgeholt wurde:)

Umthente Day Care

Umthente Day Care ist die Creche in der ich Mittwochs und Donnerstag arbeite. Hier warten meistens 20 bis 25 (extrem laute) Kinder auf mich, die zwischen 1 ½ und 5 Jahren alt sind.
Sie sind wirklich alle extrem süß und ich hab sie alle sofort in mein Herz geschlossen, da fällt es mir jetzt schon schwer an den Abschied zu denken…
Aber erst mal stehen ja noch einige Wochen an, in denen ich versuchen werde ihnen einfache englische Vokabeln beizubringen.

Hier ein Einblick in den Tagesablauf der Creche:

 

Uhrzeit

 

6.30 Uhr – 8.00 Uhr

Die Kinder von den Eltern entgegennehmen und ihnen ein paar Spielzeuge raus legen, damit sie sich selber beschäftigen.
Währenddessen essen für das Suppenküchenprojekt vorbereiten und die ziemlich armen Schüler damit versorgen, welche vor der Schule in der Creche vorbeischauen um wenigstens eine warme Mahlzeit am Tag zu bekommen
(das Essen reicht von einer Art Tomaten-Thunfisch Soße am Morgen (!) bis hin zu einem warmen Brei)

 

8.00 Uhr

Morgenkreis (Begrüßung, gemeinsames Gebet, Geburtstagskalender, englische Zahlen, englisches Alphabet und gemeinsames Singen)
Tische und Stühle herrichten

 

8.30 Uhr

Frühstück (meistens Brei); die Großen essen selber, die Kleinen darf ich füttern:)

 

9.00 Uhr

„Englisch-Unterricht“ im Stuhlkreis: die Kinder stellen sich der Reihe nach selbstständig vor, Wiederholen der Farben und Formen, die afrikanische Nationalhymne (besteht aus drei Sprachen: Zulu, Afrikaans, Englisch), die afrikanische Flagge und wofür die Farben stehen, …

 

10.00 Uhr

Lunchbox-Time: Den Kids helfen ihre Vesperboxen zu öffnen, ihnen bei ihren Joghurts helfen, da sie meistens eine riiiiießen Sauerei damit veranstalten

 

Bis 11.00 Uhr

Kinder beschäftigen sich selber, ich feg meistens den Boden, da der nach der Pause ziemlich schlimm aussieht;)

 

11.00 Uhr

Outdoor-activities oder Puzzeln oder Gedicht-Kreis oder Sing-Kreis

(hier möchte ich in Zukunft auch gern mal mit den Kindern malen, oder Geschichten vorlesen…)

 

12.00 Uhr

Mittagessen

 

Ab 13.00 Uhr

Waschen/Baden der Kinder und sie zum Mittagschlaf hinlegen

 

Bis 16.30 Uhr

Mit den Kindern spielen, warten das sie abgeholt werden und währenddessen aufräumen

 

 

Mein Tag in der Creche ist also wirklich lang.
Leider ist er nicht so wirklich abwechslungsreich, aber da will ich zusammen mit meiner Gastschwester (Leiterin der Creche) in Zukunft versuchen bisschen frischen Wind reinzubringen:)
Die Kids sind immer rießig begeistert von meiner Haut und meinen Haaren, weshalb ich meistens von 5 Kids umringt bin die mich einfach nur anstarren! Das ist einfach zu goldig!

 

Samstag, 6. Oktober 2012

Mein Zuhause in KwaZulu-Natal...

Collage 1)

Oben links: Eindrücke von Manguzi

Oben Mitte: Zufahrt zum Gelände der methodistischen Kirche auf dem ich wohn

Oben rechts: Das Gästehaus, also mein Zuhause

Unten links: Mein Zimmer mit überlebenswichtigem Moskitonetz

Unten Mitte: Das eher weniger hygienische Badezimmer :(

Unten rechts: Ausblick vom Gelände

 

Collage 2)

Oben links: Der „afrikanische Highway“ Richtung Mosambik

Oben Mitte: Meine erste von Hand gewaschene Wäsche: Ja, da war ich echt stolz auf mich;)

Oben rechts: Die Kirche von außen

Unten links: Das Pastorenhaus (Haus meiner Gastfamilie)

Unten Mitte: Mpume, meine Gastschwester, und ich

Unten rechts: Der lebendig gewordene Wecker: Henne und ihre Küken

 

Freitag, 28. September 2012

Beobachtungen in Süd-Afrika...

Mülleimer/Müllabfuhr/Müllrecycling existieren nicht – aller Müll wird zwar irgendwie gesammelt, aber das auf einer „Feuerstelle“ und der komplette Müll, egal ob Plastik, Glas, Papier, Gras, Karton wird zusammen verbrannt. Wenn grad keine „Feuerstelle“ in der Nähe ist, schmeißt man den Müll eben auf den Boden…und da liegt er dann eben…

 

Haustiere – jeder besitzt mindestens ein Huhn und einen Hahn, welche für unendlich viel Nachkommen sorgen und somit verhindern das man länger wie 5:00 Uhr schlafen kann (es sei denn man besitzt Oropax:))…

 

Verkehrsteilnehmer – von vollbeladenen Taxis, über noch vollbeladenere Pick-Ups, die sowohl Mensch, Tier als auch Einkäufe jeglicher Art mitnehmen bis hin zu Ziegen, die einfach überall rumlaufen und im Müll stieren. Diese verschwinden dann aber relativ schnell wenn ein herumstreunender Hund auftaucht…

 

Telefon/Handy – egal in welcher Situation man sich befindet, das Handy bleibt laut und jeder Anruf wird entgegengenommen. Ob man in einer Lehrerbesprechung ist oder gerade Unterricht macht, das Handy bleibt an und wird nach Belieben benutzt…

 

Zeit/ Pünktlichkeit – pünktlich ist selten jemand, und so kommt es das Lehrerbesprechungen mitten am Unterrichtstag auch mal über eine Stunde gehen und die Schüler in der Zeit durch die Gegend springen und „Pause“ haben. Eine Sitzung die für 17:00 Uhr angesetzt ist und 10 Minuten gehen soll, beginnt um kurz vor 18:00 Uhr und geht bis 19:30. Auf Hochzeiten die um 10:00 Uhr anfangen sollen, wartet man um 12:00 Uhr noch auf die Braut und die letzten Gäste kommen sogar noch nach der Braut um kurz vor 13:00 Uhr an…

 

Essen – wenn dir Essen angeboten wird, musst du essen! Egal ob du eine Stunden davor erst Mittag gegessen hast, dann gibt es jetzt halt das „zweite Mittagessen“…

 

Direktheit – wenn jemand direkt ist, dann sind es die Süd-Afrikaner! „Geh joggen, sonst wirst du fett Franzi!“ (Danke liebe Gastmama für die Erinnerung:))…

 

 

Wie ihr raus lesen könnt, hab ich schon einiges mitbekommen von dem was hier so abgeht. Echt interessant und vor allem das ein oder andere mal lustig…bisschen schockiert war ich dann aber schon, als die Lehrerin mit der ich zusammen unterrichten sollte plötzlich während des Unterrichts eingeschlafen ist… So langweilig war es nämlich gar  nicht, es waren schließlich die Prüfungsbesprechungen dran…

 

Oh, Süd-Afrikaist sowas von vielseitig und facettenreich, unglaublich!:)

 

 

 

 

 




Samstag, 22. September 2012

Die erste Woche in KwaNgwanase

 

 

 

 

                Endlich komm ich dazu den Blog zu aktualisieren!

Sorry, für die Verspätung:)

Nachdem ich letzten Mittwoch (12.09.) nach einer fünf-stündigen Autofahrt von Durban hier nach KwaNgwanase (das Dorf nennt sich Manguzi) gebracht wurde,
hat mich der Kulturschock erst mal voll in Anspruch genommen! Ich wurde zwar von einem wirklich herrlichen ersten Sonnenuntergang in Empfang genommen, aber etwas überfordert war ich am ersten Tag schon…
Die Region ist nämlich sehr arm, es gibt viele AIDS-Kranke und die Gegend ist zudem sehr ländlich. Ich bin also wirklich im „Busch“ gelandet, nur ca. 15 Minuten von der Grenze zu Mosambik entfernt.
Meine Gastfamilie besteht aus einer Pastorin, und ihrer 30jährigen Tochter. Da die beiden aber nur zwei Schlafzimmer im Haus haben, bin ich in einem separaten Haus untergebracht, das auf demselben Gelände liegt. Hier „behause“ ich ein kleines Zimmer, welches spärlich aber zweckgemäß eingerichtet ist. Ein Tisch, zwei Plastik-Stühle, ein Bett und einen Schrank.
Ich hab es mir versucht so wohnlich wie möglich einzurichten, und ein paar Bilder aus der Heimat und von meinen Lieben können hier wirklich Wunder bewirken!:)
Das Bad teile ich mir mit einer Frau und ihrem 3jährigen Sohn und einem weiteren Jugendlichen, der im Haus wohnt und noch Schüler ist.
Leider achtet niemand so recht auf die Sauberkeit und Hygiene im Bad, deshalb musste ich erst mal Hand anlegen und alles putzen.
Es gibt eine „Dusche“ die über heißes Wasser verfügt, aber meistens etwas spinnt. Man gewöhnt sich aber daran! Außerdem musste ich lernen meine Wäsche von Hand zu waschen,dafür muss man dann eben auch mal um 5:00 Uhr fit sein und aus dem kuscheligen Bett raus, was aber kein Problem ist, da die vielen Hühner und Hähne hier sowieso ab 4:00 Uhr Radau machen!
Mit den Elekrizitätsproblemen hab ich dank mehreren Stromausfällen auch schon Bekanntschaft machen können, aber dann läuft eben jeder mit einer Kerze in der Hand durch die Gegend!:)

Das Wetter ist noch relativ wechselhaft. Wir hatten viel Regen in der letzten Woche, die letzten beiden Tage wurde es aber richtig heiß. Der Sommer kommt also und mit ihm leider auch die vielen vielen Moskitos, Krabbelviecher und Eidechsen.

Zu meiner Arbeit:
Montags und Dienstags bin ich in der „Manguzi Primary School“ (Klasse 1 – 7) und unterrichte in vier Klassen (1,2,3,5) Englisch.
Mittwochs und Donnerstags bin ich in einer Kindertagesstätte bzw. Vorschule und unterrichte ebenfalls Englisch, bzw. versuche den kleinen spielerisch die neue Sprache beizubringen.
Die Kids sind alle extrem süß, und es ist einfach knuffig wenn 30 Kids eng aneinander gekuschelt auf einer Matratze ihren Mittagsschlafen halten:)
Außerdem darf ich an diesen Tagen morgens in der Suppenküche helfen, die im gleichen Gebäude ist und die sehr armen Schüler der Primary School mit Frühstück versorgt.
Freitags bin ich dann im „Ahihhanyeni Community Project“ tätig, eine Organisation die es sich zur Aufgabe gemacht hat sich um die ganz armen, kranken und hilflosen Menschen in der Region zu kümmern. Hierzu haben sich wohlhabendere, professionell ausgebildete Ärzte und Andere zusammen gefunden um für ihre Region da zu sein!
Ich werde hier in der Administrations- und Büroarbeit helfen, darf aber auch manchmal mit in die Krisengebiete um die Situation kennen zu lernen und selbst Hand anzulegen.
Vor allem wird es aber meine Aufgabe sein per Internet Sponsoren für dieses Projekt zu finden, da sie kaum welche haben.
Ich denke hier kommt sehr viel Neues auf mich zu, deshalb darf ich weiterhin gespannt sein!

Die Kultur ist vor allem von viel Rhythmus, Gesang und Getrommel geprägt. Es wird eigentlich fast immer und überall gesungen, was mir ziemlich gefällt!:)
Auf einer traditionellen Hochzeit hab ich dir Kultur gleich am dritten Tag hautnah miterlebt und das war wirklich ein unvergessliches Erlebnis.
Gesprochen wird hier Zulu, die Eingeborenensprache. Ich bin dabei die Sprache zu lernen, da sie mir vor allem im Umgang mit den Kindern, die fast nur Zulu sprechen, helfen wird.
Die Schnalz-, Schmatz- und Klicklaute bereiten mir aber noch etwas Kopfschmerzen;)

Manguzi ist verhältnismäßig groß und es gibt einige Läden in denen man seine Lebensmittel einkaufen kann, außerdem gibt es unzählig viele „Straßenverkäufer“ die einem alles möglich andrehen wollen.
Von selbst gebackenen Brötchen über Handy-Ladekabel hin zu irgendwelchen „interessanten“ Diskobeleuchtungen.
Außerdem gibt es (wie eigentlich überall auf unserem Planeten…) einen KFC, in dem es echt leckeres Eis gibt, das ich heute das erste Mal genießen durfte:)
Der Boden ist überall ziemlich sandig, die Hauptstraße ist aber ziemlich neu und geteert.
Zum Grundstück der methodistischen Kirche auf dem ich wohn führt eine holprige, mit vielen Löchern versehen Sandstraße die wirklich zum Erlebnis wird,
wenn es regnet und man eher runter“schwimmt“ als fährt;)
Ah, das Autofahren ist hier übrigens auch interessant: Man benutzt eigentlich nur zwei Gänge, man fährt im zweiten an und beschleunigt dann eben so lange bis man in den vierten schalten kann…
ob das dem Auto wirklich gut tut bezweifle ich;)


So, das waren meinen ersten Eindrücke.
Ich hoffe ich kann bald mal wieder ein Update online stellen. Aber da mein Internetstick nur sehr langsam und auch ziemlich teuer ist, kann das noch ein bisschen dauern.
Entschuldigung schon mal dafür!

Liebe Grüße aus Süd-Afrika!:)

 

 

Dienstag, 11. September 2012

Welcome to South Africa! (Johannesburg)

Nach einer 24-Stunden-Reise über den Stuttgarter Hbf, Frankfurter Flughafen, Dubai und schließlich Johannesburg bin ich gestern Abend endlich in Süd-Afrika angekommen!
Die ersten Eindrücke waren geprägt von einem ziemlich verrückten Verkehr (Linksverkehr; vollbeladenen Taxis, die aussehen als ob sie gleich zusammen brechen und querbeet über die Straßen fahren; 80km/h in Wohngebieten; einem Straßen-Wirrwarr, von dem man Kopfweh bekommt), hohen Zäunen und vergitterte Fenster und Türen an jedem Grundstück und ziemlich staubiger Luft.

Den ersten Tag heute haben wir dann mit Sight-seeing in Johannesburg verbracht.
Wir waren auf dem höchsten Gebäude in Süd-Afrika (Carlton Center), sind über die Mandela-Brücke gefahren, waren in Soweto einem Stadtteil in dem Nelson Mandela lebte, waren in Mandelas Haus und haben dort eine "Führung" (das Haus besteht aus einem rießen Zimmer) gemacht und sind dann zum Mittagessen nach Sandton (Buisness- und Bankdistrikt von Johannesburg) gefahren und haben dort am  Nelson-Mandela-Squre leckere Sandwiches gegessen. Durch das Township Alexandra ging es dann wieder zurück nach Hause.

Johannesburg ist wirklich eine beeindruckende Stadt, in der man wirklich alles findet. Unser Tag war geprägt von Gegensätzen, nach dem ziemlich noblen Sandton-Distrikt sah das Township noch ärmlicher aus, als es in Wirklichkeit ist. Trotzdem war es wunderschön zu sehen, wie sich die Menschen durch Musik, Gespräche und Gelächter ihre Tage aufheitern. Man merkt trotz dem Ende der Apartheid, dass weiße und farbige Menschen noch getrennt Leben und auch getrennt arbeiten und essen. 

Morgen geht es für mich via Inland Flug auf nach Durban und von da aus, werd ich dann mit einem Auto fast zur Grenze nach Mosambik hoch gefahren, wo ich die nächsten 7 Monate leben werde. Nähere Infos über den Ort und die Gastfamilie habe ich aber immernoch nicht...es bleibt also spannend!:)


Blick über Johannesburg
(die staubige Luft ist hier normal, wegen der vielen Mienen die drumherum betrieben werden)

Auf dem Mandela-Grundstück, gibt es eine Backsteinmauer, die Grunsätze Mandelas fest hält
(Courage, Equality, Freedom, Liberation,...)

  
"No serious or responsible leader, gathering or organisation of the African people has ever accepted segregation, seperation or the partition of this country in any shape or form."
Nelson Mandela, 1959

 In der nähe von "Soccer City", extra für die WM 2010 eingerichtet

Großraum-Taxis wohin das Auge reicht

Eindrücke



Johannesburg-Overview vom 50. Stockwerk des Carlton Centers


Montag, 3. September 2012

Süd-Afrika und KwaZulu

Süd-Afrika

In Süd-Afrika leben ungefähr 51 Millionen Menschen, welche 11 verschiedene offizielle Sprachen sprechen. Mit dem Ende der Apardheit hat in Süd-Afrika ein Reiseboom eingesetzt und der Tourismus wurde zu einem der Hauptwirtschaftszweige des Landes. Unter anderem deshalb ist Süd-Afrika das am stärksten industrialisierte Land Afrikas und besitzt eine gute Infrastruktur. Trotz der exportorientierten Wirtschaft (v.a. Export von Wolle) sind ungefähr 40 % der Bevölkerung arbeitslos.

 

KwaZulu-Natal (Provinz)

Die Kwa-Zulu-Natal Region ist Süd-Afrika's "afrikanischte" Provinz und hat alles was man sich unter dem Kontinent Afrika vorstellt - Strände, Safari Gebiete, Berge und jede Menge afrikanische Kultur. Die KwaZulu-Attraktionen sind aber hauptsächlich Magnete für heimische Touristen.
Durban ist mit 2 Millionen Einwohnern die größte Stadt im KwaZulu-Land und eine der bedeutendsten Industrie- und Handelsstädte an den Küsten Süd-Afrikas.
Obwohl dieser Teil Süd-Afrikas von den Buren bevölkert wurden überwiegt der englische Einfluss auf die Zulu-Bevölkerung, da sich viele englische Einwanderer in dieser fruchtbaren Region niederliesen.
Den größten Teil der Bevölkerung machen die Zulu aus, welche die Bantusprache isiZulu sprechen.

 

 

 


Montag, 27. August 2012

Vorbereitungen...

Noch knapp 2 Wochen, dann geht's los. 
Am 09. September flieg ich für 7 Monate nach Süd-Afrika...

Dort werde ich in der Umkhanyakude-Region (Ostküste, s. Bild) für 7 Monate mit der "Methodist Church of Southern Africa - Mission Unit" unterwegs sein. 


Meine Hauptaufgabe wird die Kinderbetreuung aber auch das Helfen in Grundschulen und Kindergärten sein - die Spannung steigt also!
Noch weiß ich nicht genau wo ich wohnen werde, und auch mein VISUM ist noch nicht da - 
aber ich bin zuversichtlich, dass die restlichen Baustellen auch noch beseitigt werden können:)

Über die Vorbereitungen in den letzten zwei Wochen werd ich euch ab und zu auf dem Laufenden halten und auch ein paar Infos über Süd-Afrika, die Region und das Projekt geben...

Liebe Grüße
Franzi