Montag, 29. Oktober 2012

Alltagserlebnisse...

Beim Joggen: Wenn ich meine Runden auf dem „Bolzplatz“ hier morgens um 5:00 Uhr dreh (Sandplatz, auf dem ich jedes Mal Angst um meine Füße bekomme) bin ich meistens nicht allein.
Denn es ist sowas von interessant einem weißen Mädel beim Joggen zu zusehen, sie anzufeuern oder einfach stehen zu bleiben und zu winken und zu lachen –
oh wie ich meine Süd-Afrikaner liebe:)

 

Beim Essen: Wenn sich jemand fragen sollte was ich denn so esse, hier ein kleiner Einblick in meine Essensgewohnheit der letzten Woche.
Seit Donnerstag-Abend gab es bei jeder Mahlzeit (Frühstück ausgenommen) Reis. Ich denke die Frage, was heute Abend gekocht wird erübrigt sich hiermit…:)

 

Bei einem Fest: Als wir am Samstag auf einem Fest zu Besuch waren (ich weiß bis heute noch nicht was genau gefeiert wurde), wurde mir das erste Mal so richtig die „Fleisch-Besessenheit“ hier bewusst.
Als erstes wurde uns ein Teller mit Essen gebracht, darauf zu finden: Ein riesen Brocken Fleisch, der dann klein geschnitten wurde, sodass jeder sich davon nehmen konnte.
Danach kam der nächste Teller, mit Fleisch. Dann noch einer, wieder mit Fleisch…
Fleisch, Fleisch, Fleisch: gekocht, gebraten, in Öl gebadet. Chicken, Beef, Pork – Welcome to South-Africa!

Kirche im Grünen: Da meine Gastmama Pastorin ist, reise ich Sonntags Morgens oft mit ihr zu anderen Gemeinden. Dem letzt hatte ich eine ziemlich interessante Reise.
Nach einer ein stündigen Safari mitten durch den afrikanischen Busch (es haben echt nur noch die Tiere gefehlt, weil ich die Hoffnung auf eine Kirche schon längst aufgegeben hatte), haben wir dann doch noch die Gemeinde erreicht. Mit Meeresrausch im Hintergrund, 20 weiteren Gottesdienstbesuchern und Temperaturen über 30° am frühen Morgen wurden dann Gottesdient gefeiert –
natürlich auf Zulu-Art: Viel Musik, Getanze, Getrommel und Gerede.
Ich denke, das Bild sagt mehr als Worte:)

 

In der Stadt: Wenn ich mich ungefähr einmal in die Woche auf den Weg in die Stadt macht, bietet sich mir jedes Mal das gleiche Prozedere. Jungs die mir scharen weiße hinter herlaufen, Jungs die mich nach meiner Handy-Nummer fragen oder einfach nur stehen bleiben und mich anstarren oder Jungs, die mir Heiratsanträge machen. Am Anfang fand ich das noch sehr lustig alles, dachte ich mir halt „Schüchtern sind die Leute hier wirklich nicht!“, langsam beginn ich mich aber auch etwas unwohl bei der Sache zu fühlen – ich bevorzuge es inzwischen nicht mehr allein in die Stadt zu gehen, ist einfach sicherer und mit weniger unschönen Vorkommnissen verbunden…

 

 

 

 

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