Samstag, 22. September 2012

Die erste Woche in KwaNgwanase

 

 

 

 

                Endlich komm ich dazu den Blog zu aktualisieren!

Sorry, für die Verspätung:)

Nachdem ich letzten Mittwoch (12.09.) nach einer fünf-stündigen Autofahrt von Durban hier nach KwaNgwanase (das Dorf nennt sich Manguzi) gebracht wurde,
hat mich der Kulturschock erst mal voll in Anspruch genommen! Ich wurde zwar von einem wirklich herrlichen ersten Sonnenuntergang in Empfang genommen, aber etwas überfordert war ich am ersten Tag schon…
Die Region ist nämlich sehr arm, es gibt viele AIDS-Kranke und die Gegend ist zudem sehr ländlich. Ich bin also wirklich im „Busch“ gelandet, nur ca. 15 Minuten von der Grenze zu Mosambik entfernt.
Meine Gastfamilie besteht aus einer Pastorin, und ihrer 30jährigen Tochter. Da die beiden aber nur zwei Schlafzimmer im Haus haben, bin ich in einem separaten Haus untergebracht, das auf demselben Gelände liegt. Hier „behause“ ich ein kleines Zimmer, welches spärlich aber zweckgemäß eingerichtet ist. Ein Tisch, zwei Plastik-Stühle, ein Bett und einen Schrank.
Ich hab es mir versucht so wohnlich wie möglich einzurichten, und ein paar Bilder aus der Heimat und von meinen Lieben können hier wirklich Wunder bewirken!:)
Das Bad teile ich mir mit einer Frau und ihrem 3jährigen Sohn und einem weiteren Jugendlichen, der im Haus wohnt und noch Schüler ist.
Leider achtet niemand so recht auf die Sauberkeit und Hygiene im Bad, deshalb musste ich erst mal Hand anlegen und alles putzen.
Es gibt eine „Dusche“ die über heißes Wasser verfügt, aber meistens etwas spinnt. Man gewöhnt sich aber daran! Außerdem musste ich lernen meine Wäsche von Hand zu waschen,dafür muss man dann eben auch mal um 5:00 Uhr fit sein und aus dem kuscheligen Bett raus, was aber kein Problem ist, da die vielen Hühner und Hähne hier sowieso ab 4:00 Uhr Radau machen!
Mit den Elekrizitätsproblemen hab ich dank mehreren Stromausfällen auch schon Bekanntschaft machen können, aber dann läuft eben jeder mit einer Kerze in der Hand durch die Gegend!:)

Das Wetter ist noch relativ wechselhaft. Wir hatten viel Regen in der letzten Woche, die letzten beiden Tage wurde es aber richtig heiß. Der Sommer kommt also und mit ihm leider auch die vielen vielen Moskitos, Krabbelviecher und Eidechsen.

Zu meiner Arbeit:
Montags und Dienstags bin ich in der „Manguzi Primary School“ (Klasse 1 – 7) und unterrichte in vier Klassen (1,2,3,5) Englisch.
Mittwochs und Donnerstags bin ich in einer Kindertagesstätte bzw. Vorschule und unterrichte ebenfalls Englisch, bzw. versuche den kleinen spielerisch die neue Sprache beizubringen.
Die Kids sind alle extrem süß, und es ist einfach knuffig wenn 30 Kids eng aneinander gekuschelt auf einer Matratze ihren Mittagsschlafen halten:)
Außerdem darf ich an diesen Tagen morgens in der Suppenküche helfen, die im gleichen Gebäude ist und die sehr armen Schüler der Primary School mit Frühstück versorgt.
Freitags bin ich dann im „Ahihhanyeni Community Project“ tätig, eine Organisation die es sich zur Aufgabe gemacht hat sich um die ganz armen, kranken und hilflosen Menschen in der Region zu kümmern. Hierzu haben sich wohlhabendere, professionell ausgebildete Ärzte und Andere zusammen gefunden um für ihre Region da zu sein!
Ich werde hier in der Administrations- und Büroarbeit helfen, darf aber auch manchmal mit in die Krisengebiete um die Situation kennen zu lernen und selbst Hand anzulegen.
Vor allem wird es aber meine Aufgabe sein per Internet Sponsoren für dieses Projekt zu finden, da sie kaum welche haben.
Ich denke hier kommt sehr viel Neues auf mich zu, deshalb darf ich weiterhin gespannt sein!

Die Kultur ist vor allem von viel Rhythmus, Gesang und Getrommel geprägt. Es wird eigentlich fast immer und überall gesungen, was mir ziemlich gefällt!:)
Auf einer traditionellen Hochzeit hab ich dir Kultur gleich am dritten Tag hautnah miterlebt und das war wirklich ein unvergessliches Erlebnis.
Gesprochen wird hier Zulu, die Eingeborenensprache. Ich bin dabei die Sprache zu lernen, da sie mir vor allem im Umgang mit den Kindern, die fast nur Zulu sprechen, helfen wird.
Die Schnalz-, Schmatz- und Klicklaute bereiten mir aber noch etwas Kopfschmerzen;)

Manguzi ist verhältnismäßig groß und es gibt einige Läden in denen man seine Lebensmittel einkaufen kann, außerdem gibt es unzählig viele „Straßenverkäufer“ die einem alles möglich andrehen wollen.
Von selbst gebackenen Brötchen über Handy-Ladekabel hin zu irgendwelchen „interessanten“ Diskobeleuchtungen.
Außerdem gibt es (wie eigentlich überall auf unserem Planeten…) einen KFC, in dem es echt leckeres Eis gibt, das ich heute das erste Mal genießen durfte:)
Der Boden ist überall ziemlich sandig, die Hauptstraße ist aber ziemlich neu und geteert.
Zum Grundstück der methodistischen Kirche auf dem ich wohn führt eine holprige, mit vielen Löchern versehen Sandstraße die wirklich zum Erlebnis wird,
wenn es regnet und man eher runter“schwimmt“ als fährt;)
Ah, das Autofahren ist hier übrigens auch interessant: Man benutzt eigentlich nur zwei Gänge, man fährt im zweiten an und beschleunigt dann eben so lange bis man in den vierten schalten kann…
ob das dem Auto wirklich gut tut bezweifle ich;)


So, das waren meinen ersten Eindrücke.
Ich hoffe ich kann bald mal wieder ein Update online stellen. Aber da mein Internetstick nur sehr langsam und auch ziemlich teuer ist, kann das noch ein bisschen dauern.
Entschuldigung schon mal dafür!

Liebe Grüße aus Süd-Afrika!:)

 

 

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